Einleitung
Unfälle in chemischen Industrien, Ölunfälle, Störfälle in Kläranlagen etc. passieren unvorhergesehen und ziemlich oft. Die Konsequenzen für Gewässerökosysteme können dramatisch sein. Die sich immer verschärfende internationale Gesetzgebung (Agenda 21, Reinhalteordnungen, Verursacherprinzip, Wasserrahmenrichtlinien) fordern zunehmend eine verstärkte Kontrolle und Überwachung von Gewässern und deren Einzugsgebieten mit dem Ziel der Vermeidung und Verringerung von Verschmutzung. Biologische Frühwarnsysteme (BEWS) registrieren kontinuierlich sensitive Stressantworten (Verhaltensänderungen, physiologische Reaktionen) von ausgewählten Indikatorarten um umgehend eine Verschmutzungswelle zu detektieren.
Prinzip
Die 4-polige Widerstandsumwandlung basiert auf der Funktion des Versuchstieres als Widerstand in einer unter Wechselstrom stehenden wassergefüllten Messzelle, die mit Elektroden an den gegenüberliegenden Seitenwänden ausgestattet ist. Die Bewegungen der Tiere ändern das Leitungsvermögen zwischen einem zweiten, stromlosen Sensor-Elektrodenpaar und erzeugen spezifische elektrische Signale durch unterschiedliche Verhaltensweisen.
Testkammern
Die Testkammern bestehen aus einem Durchflusssystem mit zwei an den Kammerwänden platzierten Elektrodenpaaren. Messungen in mit Substrat gefüllten Kammern sind möglich. Die Grösse der Kammern entspricht der Grösse des Tieres, den zu untersuchenden Verhaltensweisen, der Versuchsdauer und der Anzahl der Tiere pro Kammer.
Testorganismen
Da die Grösse der Kammern variabel ist, können alle Arten von Wasserorganismen, von Einzellern bis zu Fischen eingesetzt werden.
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